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J2ME

Obwohl Mobilgeräte ideal sind, wenn Benutzer in Echtzeit und überall auf das Internet zugreifen möchten, gibt es dennoch wesentliche Einschränkungen, etwa in Bezug auf den Umgang mit der Vielzahl der Internetprotokolle und -standards.

Hierzu gehören:

  • Einschränkte Bandbereite: Obwohl die UMTS-Technologie ein großes Potential verspricht und noch viele neue Wireless-Anwendungen folgen werden, stellt die Geschwindigkeit der derzeit dominierenden drahtlosen Datennetze (CDMA und 2.5G GPRS) weiterhin ein Hindernis bei der Entwicklung von Wireless-Datendiensten dar: Der Download einer konventionellen PC-Anwendung dauert einfach immer noch zu lange.
  • Beschränkte CPU-Leistung: Embedded-Prozessoren wurden in der Regel für den Akkubetrieb optimiert und sind nicht für rechnerintensive Aufgaben geeignet.
  • Eingeschränkter Speicher: Im Vergleich zu Desktop-Computern verfügen Embedded-Geräte normalerweise nur über wenig integrierten Speicher. Dies muss beim Entwickeln von Embedded-Anwendungen berücksichtigt werden, um die Speichernutzung zu minimieren und die Funktionalität auf Embedded-Geräten zu verbessern.
  • Kompatibilität: Im Gegensatz zu PCs kommt es bei Mobilgeräten häufig vor, dass sich die Funktionen und Merkmale – aber auch die Standards der Geräte – sehr stark voneinander unterscheiden. Für ein Gerät entwickelte Anwendungen können auf anderen Mobilgeräten meist nicht verwendet werden. Das ist ein Hindernis für Entwickler von Wireless-Anwendungen. Denn sie sind gezwungen, dieselbe Anwendung für verschiedene Geräte mehrfach zu schreiben.
  • Gerätekonfigurationen: Mobilgeräte basieren auf verschiedensten Designmodellen mit zahlreichen Eingabemethoden, Displaygrößen, Farben und Zeichensätzen. Diese Faktoren müssen in der Entwurfsphase berücksichtigt werden, damit die Anwendung auf dem Zielgerät auch voll funktionsfähig ist.

Die Java-basierte Architektur stellt eine Alternative für auf diese Weise eingeschränkte Mobilgeräte dar. Java bietet die ideale Plattform für die Entwicklung komplexer Mobilgeräte-Anwendungen, die sowohl auf Mobilgeräten als auch auf Anwendungsservern bereitgestellt werden können und somit unabhängig sind von hardware- oder betriebssystembedingten Host-Einschränkungen. Zwar sind die standardmäßigen Java-APIs und VMs (Virtual Machines - Virtuelle Maschinen) funktionsreich, aber andererseits auch viel zu groß, um direkt auf ressourcenbeschränkten Mobilgeräten ausgeführt zu werden. Ein geringer Laufzeit-Speicherbedarf und eine schnelle Ausführung haben sich bei Mobilegeräte-Anwendungen als ein entscheidender Faktor erwiesen. Aus diesem Grund hat Sun Microsystems, mit Sitz in den USA, eine Java-Version mit geringerem Speicherbedarf entwickelt: Java 2 Platform, Micro Edition (J2ME) und eine äußerst kompakte JAVA-VM oder KVM. VMxp von CSOFT ist ein solcher KVM-Typ.

J2ME besteht aus zwei Bereichen: Konfigurationen und Profile. CLDC (Connected Limited Device Configuration) und MIDP (Mobile Information Device Profile) sind speziell für ressourcenbeschränkte Mobilgeräte konzipiert, wie Mobiltelefone und PDAs. CLDC stellt Klassenbibliotheken bereit, um eine eingeschränkte Anzahl an Java-APIs zu unterstützen. MIDP fügt Klassen für GUI-Komponenten, Netzwerkverwendung und dauerhafte Speicherung hinzu. Gemeinsam stellen CLDC und MIDP eine vollständige Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für Mobilgeräte zur Verfügung. Jedes MIDP-unterstützte Mobilgerät hat eine MIDP-VM, die kompilierten MIDP-Bytecode ausführen kann, so dass eine Ausführung von J2ME-Anwendungen auf allen MIDP-Geräten möglich ist.

J2ME-Anwendungen sind echte Programme, die interaktive Benutzeroberflächen verwenden, Daten ändern und Offline-Benutzeraktionen zulassen können. Im Gegensatz zu plattformspezifischen Anwendungen sind J2ME-Anwendungen auf mehrere Mobilgeräte-Plattformen übertragbar und können über das Internet bereitgestellt werden. J2ME-Entwickler profitieren von dem stabilen und zuverlässigen objektorientierten Java-Design sowie von den vielen derzeit für die Java-Plattform verfügbaren Drittanbieterbibliotheken oder -komponenten.

 



Wenn Sie mehr über die Wireless-Anwendungslösungen von CSOFT erfahren möchten, senden Sie bitte eine kurze E-Mail an info@csoftintl.com oder klicken Sie hier
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